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© Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

Landwirte für Artenvielfalt

Kammerpräsident Schindler zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März.

Mit Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutzmaßen  tragen Landwirte in Rheinland-Pfalz zur Erhaltung der Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten bei. Im Rahmen des EU-Programms Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft (EULLa) werden hierzuland  zahlreiche solcher Schutzmaßnahmen durchgeführt. Darauf weist der Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz Ökonomierat Norbert Schindler MdB anlässlich des Internationalen Tages des Artenschutzes am 3. März hin. Auf landwirtschaftlichen Nutzflächen werde eine breite Artenvielfalt gefördert.

Der Leitgedanke, die vielfältige rheinland-pfälzische Kulturlandschaft zu erhalten und nachhaltig weiterzuentwickeln, werde von der Kammer zusammen mit den beiden Bauern- und Winzerverbänden sowie dem Gemeinde- und Städtebund vor allem mit der Stiftung Kulturlandschaft Rheinland-Pfalz verfolgt. Schindler: „Für die Stiftung stellt die Entwicklung und Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen im Rahmen der naturschutzfachlichen Eingriffsregelung das zentrale Handlungsfeld dar.“

Ein aktueller Schwerpunkt der Stiftungsarbeit befasst sich zur Zeit mit dem Hamsterschutz in den Lösslehmlagen von Rheinland-Pfalz. Der Stiftung, so Schindler, sei es gelungen, Landwirte für die Umsetzung und Durchführung von Artenschutzmaßnahmen für den vom Aussterben bedrohten Nager Cricetus cricetus zu gewinnen. Dabei sorgen die von der Stiftung in Rheinhessen umgesetzten Maßnahmen auf knapp 100 Hektar Fläche mit dafür, dass die einzige nennenswerte Population in Rheinland-Pfalz erhalten werden kann. Durch das Belassen von Kornstreifen und Stoppelbrachen auf den Feldern sowie durch die Etablierung von Blühstreifen in der Fläche sorgen Landwirte für einen gedeckten Tisch. Gleichzeitig entsteht damit  auch ein reichhaltig strukturierter Lebensraum mit einem hohen Maß an Artenvielfalt. Dabei können auch weitere seltene Tierarten wie Rohr- und Wiesenweihe sowie Wachtel, Rebhuhn und Fasan von den Maßnahmenumsetzungen der Stiftung profitieren. Die Stiftung trägt so entscheidend mit dazu bei, dass Artenvielfalt in der Kulturlandschaft erhalten und gefördert werden kann.