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© Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

Magere Aussichten…

Die Trockenheit des vergangenen Jahres ist auf unserem F.R.A.N.Z. Demonstrationsbetrieb in der Hohenlohe deutlich spürbar. Anstatt auf dieser Blühfläche bereits die ersten Bienen und Hummeln begrüßen zu können, muss der Betriebsleiter nun mit viel Aufwand weitere Maßnahmen anwenden, um ein Paradies für Insekten schaffen zu können.

Die Trockenheit des letzten Jahres wirkt sich auch auf die aktuelle Vegetationsperiode aus. Wo dicht an dicht junge Kräuter wachsen sollten, um Insekten als Blühfläche im Sommer Nahrung und einen Lebensraum zu bieten, haben es nur einige wenige Pflanzen geschafft zu keimen. Diese Fläche unseres F.R.A.N.Z. Demonstrationsbetriebes in der Hohenlohe wurde im Herbst vergangenen Jahres eingesät. Die Idee dabei: Mit der Herbstaussaat der häufigen Frühjahrstrockenheit entgegenwirken. Doch die wenigen Niederschläge im Herbst und Winter haben nicht ausgereicht, um den Wasservorrat im Boden aufzufüllen. Das Ergebnis: Kaum ein Samen hat es geschafft zu keimen. Stattdessen wachsen Gräser, wie zum Beispiel der Ackerfuchsschwanz auf den Flächen - eines der Haupt-Beigräser im Ackerbau. Mit seinem hohen Samenpotenzial und den immer häufiger auftretenden Resistenzen gegen Herbizide ist er ein großes Problem auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auch für Bestäuber wie Wildbienen oder Hummeln spielt Ackerfuchsschwanz keine Rolle, da seine Vermehrung über Windbestäubung abläuft. Um das Gras ohne Pflanzenschutzmitteleinsatz zu bekämpfen und gleichzeitig die Biodiversität zu fördern, werden diese Flächen nun umgebrochen und neu eingesät. Dann fehlt nur noch der Regen für eine schnelle Entwicklung der Blühpflanzen, damit hier im Sommer ein buntes, summendes Blütenmeer Lebensraum für Insekten, Vögel und Säugetiere bieten kann.