Extensivgetreide mit blühender Untersaat als Maßnahme für den Erhalt der Artenvielfalt

Extensivgetreide mit blühender Untersaat, eine Maßnahme zur Förderung der Artenvielfalt, die auf unserem F.R.A.N.Z. Demonstrationsbetrieb in der Hohenlohe erfolgreich umgesetzt wird.

Es ist ein Getreidebestand, der sich von allen anderen Flächen in der Umgebung unterscheidet. Das Getreide steht in weiten, lichten Reihen, dazwischen wächst Klee, der mit seinen roten, weißen und gelben Blüten aus dem reifen Getreide leuchtet.
Bei der Fläche handelt es sich um ein Extensivgetreide mit blühender Untersaat, eine Maßnahme, die ihm Rahmen des F.R.A.N.Z. Projektes durchgeführt wird, um die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu erhöhen. Das Getreide wird hierzu nur in jede zweite der sonst üblichen Reihen eingesät. Die Saatstärke wird zusätzlich halbiert. Das schafft lichte Bestände, in denen sich die darüber hinaus eingesäte Mischung aus Gelbklee, Weißklee, Inkarnatklee und Hornschotenklee gut etablieren kann. Die sogenannte Untersaat aus Klee bietet Nahrung für Bestäuber, aber auch Nützlinge, wie Marienkäfer oder Laufkäfer. Neben Feldhasen finden auch Amphibien einen Rückzugsraum auf der Fläche, auf der keine Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden. Der Klee, der als Leguminose zusammen mit Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden kann, wirkt sich außerdem positiv auf das Bodengefüge und die Bodenfruchtbarkeit aus.
Nach der Getreideernte bleibt der Klee noch bis Ende August stehen. Erst danach darf der Landwirt die Fläche umbrechen und für das nächste Jahr bestellen. So lange bleibt das Refugium für Insekten, Amphibien und Wildtiere erhalten.
Im Rahmen des F.R.A.N.Z. Projektes begleiten Wissenschaftler die Fläche, um den Einfluss der Maßnahme auf die Artenvielfalt zu untersuchen.